Kaffee Varietäten

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Kaffee ist nicht gleich Kaffee: So wie bei Äpfeln, wo es verschiedene Sorten gibt, gibt es auch für Kaffee ganz unterschiedliche „Sorten“ – Varietäten genannt. Und neben Anbau, Verarbeitung und Zubereitung spielt die Varietät tatsächlich eine große Rolle für die Qualität des Kaffees in der Tasse. Wir kennen das auch aus dem Weinanbau, wo es z.B. Chardonnay, Pinot oder Merlot gibt. Tatsächlich ist nicht nur der Geschmack verschieden, die Kaffeepflanzen und die Kaffeekirschen sehen auch unterschiedlich aus. Außerdem haben sind sie unterschiedlich im Ertrag und in der Widerstandsfähigkeit z.B. gegen Schädlinge oder Kaffeerost.

 

Meist ist noch die Einteilung in Arabica und Robusta bekannt (wobei der Begriff „Canephora“ hier treffender wäre), doch in der Familie der Kaffeegewächse allein gibt es 124 Arten. Die berühmteste und wirtschaftlich relevanteste ist Arabica-Kaffee. Dennoch ist nicht jeder Arabica-Kaffee ein Garant für Qualität: neben der Verarbeitung und dem Anbau ist tatsächlich auch die Varietät für das Tassenprofil verantwortlich. Und allein für Arabica-Kaffees gibt es dutzende heute bekannte genetische Varietäten und mittlerweile auch einige Hybride.

Ausgehend von Äthiopien wurden Arabicas im 17ten und 18ten Jahrhundert verbreitet und historisch gesehen stammen viele heutige Varietäten von Typica- oder Bourbon-Pflanzen. Die Geschichte der genetischen Erforschung von Arabica ist noch relativ jung. Einen guten Überblick bekommt man auf der Seite von World Coffee Research, einem Forschungsprojekt, das einen Katalog über die bekanntesten Arabica-Varietäten angelegt hat.

 

 

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