Kaffee aus Guatemala

In unserem Roasters-United-Netzwerk werden alle Kooperativen, mit denen wir arbeiten, einmal im Jahr von uns besucht. Dieses Mal führte uns der Weg nach Guatemala in die Kaffeeregion San Marcos, um dort eine neue Kooperative kennenzulernen. Mit der Dachorganisation Manos Campesinas sind wir schon seit längerem in Kontakt, weil uns nicht nur deren Kaffeequalität überzeugt hat, sondern auch die soziale und unterstützende Arbeit mit den ProduzentInnen.

Manos Campesinas wurde 1997 gegründet und besteht heute aus 12 assoziierten Kooperativen mit insgesamt 1.200 Einzelmitgliedern. 95% der Mitglieder sind Indigene: Sie sprechen eigene Maya-Sprachen und haben jeweils ihre eigenen kulturellen Eigenarten. In den vier Tagen mit Manos Campesinas haben wir zwei der assoziierten Kooperativen kennengelernt, mit denen wir in Zukunft zusammenarbeiten wollen.

Die Kaffee-Kooperative ACIPACU

Von Quetzaltenango aus ging es in einer vierstündigen Fahrt Richtung Malacatan, wo sich die beiden Kooperativen befinden. Am ersten Tag haben wir die Kooperative ACIPACU (Asociacion CIvil de Pequenos Agricultores Comunidades Unidas) kennengelernt.  Alle Kooperativen in diesem Gebiet liegen am Fuße des höchsten Berges Zentralamerikas, dem „Tajumulco“, einem nicht mehr aktiven Vulkan, der 4.220m hoch ist.  Dort angekommen, haben wir die Produzenten Marco Antonio Tzunum und Roberto Perez auf ihren Parzellen besucht. Außerdem haben wir uns ein Experimentierfeld angeschaut, auf dem Manos Campesinas verschiedene Varietäten und Bio-Dünger ausprobiert.

Die Mitglieder der 2011 gegründeten Kooperative kommen aus drei umliegenden Dörfern: Nuevo Monte Cristo, Naranjo und Escipulas Chemush. Die alten Maya-Traditionen sind hier noch sehr lebendig und fast alle Mitglieder sprechen K’iche’. Spanisch ist auch für sie eine Fremdsprache und manchmal ist es für uns schwer, sie zu verstehen.

Nach dem Treffen mit dem Vorstand und einem kräftigendem Mittagsessen ging es wieder hinunter nach Malacatan. Dort haben wir Kaffees der aktuellen Ernte gecupped und besprochen, welches Tassenprofil wir für unseren Import bevorzugen. Es ist purer Luxus, wenn man sogar die Wahl zwischen verschiedenen sehr guten Kaffees hat.

Die Kaffee-Kooperative ADEBIPROM

Am nächsten Tag ging es hinauf in ein benachbartes Tal, um eine weitere Kooperative zu besuchen. Bei der ADEBIPROM wurden wir mit einem traditionellen Frühstück empfangen und haben uns dann aufgemacht, um die Parzellen von Heraldo Lopez Gabriel, Petrona Gabriel und Juan Bernado Perez zu besuchen.

Obwohl nicht so weit entfernt sprechen die Mitglieder hier schon eine andere Maya-Sprache: Mam. Früher waren die 120 ProduzentInnen Mitglieder einer anderen Kooperative. Aber die langen Distanzen zwischen den einzelnen ProduzentInnen haben häufige Treffen unmöglich gemacht: „Die Landschaft bietet nicht die besten Voraussetzungen für Transparenz und Demokratie.“ Daher sind sie enger zusammengerückt und haben im Jahr 2016 die kleinere ADEBIPROM (Asociacion De Desarollo Bienestar y Pro – Mejoramiento) gegründet.

  1. Roswitha Nachtigall
    | Antworten

    Ich habe großen Respekt. Weiterhin viel Erfolg. Euer Kaffee ist spitze ❗️

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