10 Regeln für guten Kaffee

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Ist der Kaffee zu bitter oder sauer, zu lasch oder kommst du nicht zum gewünschten Ergebnis? Wie kannst du das Aroma deines Kaffees verbessern? Bei der Zubereitung von Kaffee kann man eine Menge falsch machen. Es gibt jedoch einige Kniffe, wie man den Geschmack des Kaffees beeinflussen kann.

 

Der richtige Kaffee

Grundsätzlich empfehlen wir immer den Kaffee frisch geröstet vom Kleinröster deines Vertrauens zu beziehen. Verwendest du eine vorgemahlene Industrieröstung dann hast du schon den gewichtigsten Grund für die Unzufiedenheit mit dem Kaffeegeschmack gefunden. Ebenso ist es wichtig zu beachten für welche Zubereitungsmethode der Kaffee empfohlen wird. Eine dunkle Espressoröstung macht sich nun mal schlecht in einer French Press.

Richtiges Equipment

Es muss für den Hausgebrauch nicht unbedingt die teuerste Espressomaschine am Markt sein und auch eine Profi-Mühle, wie z.B. die EK43, muss nicht unbedingt jeder in der Küche haben. Auch mit einer French Press oder mit einer Aero Press für 20 Euro kann man sehr gute Kaffees machen und absolut glücklich sein. Was für uns allerdings zur Grundausstattung gehört ist eine Waage, ein Thermometer und eine Mühle.

Sauberes Equipment

Auch wenn es im Alltag manchmal überflüssig oder mühsam erscheint: Es ist außerordentlich wichtig alle Dinge, die du zur Kaffeezubereitung verwendest gut zu reinigen. Im Kaffee sind Fette und Öle enthalten, die sich überall absetzen und ranzig werden können. Das macht den Kaffee nicht leckerer, insbesondere bei Vollautomaten oder wenn auch noch Milch ins Spiel kommt.

Kaffee richtig lagern

Wenn du lange Freude an deinem Kaffee haben willst, ist es wichtig ihn nach dem Kauf richtig zu lagern. Kleiner Tipp: Kaffee nicht im Kühlschrank lagern. Die Grundregel lautet: trocken, kühl (Raumtemperatur), dunkel, fern von Fremdgerüchen und so kurz wie möglich!

Gutes Wasser

Da Kaffee zum Großteil aus Wasser besteht, ist ein gutes Wasser die Voraussetzung für guten Kaffee. Wir empfehlen – auch zur Schonung des Equipments – nur gefiltertes Wasser zu verwenden. Das Wasser sollte einen mittleren Härtegrad (ph-Wert 7) haben: Zu hartes Wasser macht den Kaffee flach und die Aromen können sich nicht entfalten. Sehr weiches Wasser macht den Kaffee bitter.

Temperatur

Die Temperatur des Wassers ist ebenso entscheidend: Für Filterkaffee sollte die Temperatur bei 86 bis 93 C° und für Espresso bei 92 bis 96 C° liegen. Es lohnt sich auch mit der Brühtemperatur zu experimentieren.

Kaffee frisch mahlen

Kaffee mag keinen Sauerstoff. Mahlt man den Kaffee schon lange vorher, läuft der Prozess der Oxidation durch die vergrößerte Oberfläche nur umso schneller ab und der Kaffee verliert einen Großteil seiner Aromen. Daher ist es sinnvoll nur soviel Kaffee zu mahlen, wie man tatsächlich gerade braucht. Die Menge der benötigten Bohnen kann man ganz einfach mit einer Haushaltswaage abwiegen.

Mahlgrad

Der Mahlgrad ist der entscheidende Faktor zur Beeinflussung des Geschmacks und immer das erste Rädchen, an dem du ansetzen solltest. Du solltest mit dem Mahlgrad spielen, um das Optimum für den jeweiligen Kaffee herauszufinden. Dabei gilt die Grundregel, dass bei feinerem Mahlgrad mehr Bitterstoffe gelöst werden. Bei gröberem Mahlgrad wird der Kaffee saurer und flacher. Je gröber der Mahlgrad ist, desto schneller fließt das Wasser am Kaffee vorbei. Daher wird weniger vom Kaffeemehl extrahiert und die Kaffees werden so eher flach und sauer. Extrahiert man widerum zu lang (bei feinerem Kaffeemehl fließt das Wasser nicht so schnell) wird der Kaffee bitter und astringierend.

Brühzeit

Auch die Kontaktzeit, also wie lange das Kaffeemehl mit dem Wasser in Berührung ist, ist wichtig und entscheidet mit über die Extraktion. Ist die Kontakt- oder Brühzeit zu lang, wird der Kaffee bitter und überextrahiert. Eine zu kurze Kontaktzeit führt zu flachen und eher sauren Kaffees. Die Kontaktzeit lässt sich auch über den Mahlgrad regeln. Ein feinerer Mahlgrad bietet dem Wasser mehr Widerstand und der Kaffee läuft langsamer.

Subjektiver Eindruck

Auch deine Tagesform und Stimmung kann dafür verantwortlich sein, wie du den Geschmack deines Kaffees wahrnimmst. Du hast vielleicht schon einmal bemerkt, dass dir dein Kaffee nicht schmeckt, wenn du krank bist. Oder manchmal gibt es auch Menschen, die z.B. trocken aufbereitete Kaffees überhaupt nicht mögen. In diesem Fall empfehlen wir, sich durch verschiedenste Kaffees zu probieren bis man seine eigenen Lieblingskaffees für sich gefunden hat.

 

Wenn du diese Tipps befolgst, und ein bisschen ausprobierst, wird einem besseren Geschmackserlebnis nichts im Wege stehen! Letztendlich ist erlaubt was schmeckt, aber was genau dir schmeckt, kannst du durch diese Tipps oben für dich herausfinden. Solltest du dauerhaft nicht das gewünschte Ergebnis erzielen, dann empfehlen wir dir einen Kaffee-Workshop zu besuchen. Neben diesen hier aufgeführten Tipps gibt es nämlich noch viele andere Kniffe und Tricks, die wir dir gern persönlich verraten.

 

 

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