Transparenzbericht 2025: Warum Kaffee teurer geworden ist – und warum Transparenz wichtiger denn je ist

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Auch in diesem Jahr veröffentlichen wir unseren Transparenzbericht – inzwischen bereits zum elften Mal. Damit machen wir sichtbar, was sonst oft im Verborgenen bleibt: Preise, Handelsbeziehungen, Projekte mit unseren Partner-Kooperativen und die konkreten Auswirkungen globaler Entwicklungen auf den Kaffee, den wir täglich rösten und trinken .

2025 war für uns – und für den gesamten Kaffeesektor – ein Jahr mit tiefgreifenden Veränderungen. Die Preise für Rohkaffee haben sich auf einem historisch hohen Niveau stabilisiert. Anders als in den Jahren zuvor ging es weniger um extreme Schwankungen, sondern um eine neue Realität: Kaffee ist kein günstiges Massenprodukt mehr, sondern ein sensibles landwirtschaftliches Gut, das stark unter Klimakrise, Ernteausfällen und steigender globaler Nachfrage leidet.

Was bedeutet das konkret?

Im Transparenzbericht für 2025 zeigen wir,

  • warum sich der Weltmarktpreis für Rohkaffee dauerhaft um 4 USD pro Pfund eingependelt hat,
  • wie sich diese Entwicklung auf Produzent:innen, Kooperativen und letztlich auch auf euch als Kund:innen auswirkt,
  • und warum fairer Handel unter diesen Bedingungen mehr denn je auf langfristige Beziehungen, Vorfinanzierung und Vertrauen angewiesen ist .

Wir legen offen, welche Preise wir gezahlt haben, wie sich unser Röstvolumen entwickelt hat und warum wir trotz steigender Kosten weiterhin konsequent auf 100 % Bio-Kaffee setzen.

Kaffeehandel heißt auch Verantwortung übernehmen

Ein Schwerpunkt des Berichts liegt erneut auf unserer Arbeit jenseits des reinen Rohkaffee-Handels. Gemeinsam mit Roasters United legen wir für jedes Kilo Rohkaffee 5 Cent für Kooperativen-Projekte zurück. Diesen Beitrag zahlen wir für gemeinsame Projekte zusätzlich zum bereits hohen Rohkaffee-Aufpreis von 2,20 USD, den wir über Weltmarktpreis zahlen (44 Cent für Soziales, 66,2 Cent für Bio-Anbau und 110 Cent für Qualität). 2025 konnten wir damit unter anderem:

  • nach schweren Überschwemmungen 13.500 USD Soforthilfe nach Sumatra schicken,
  • Projekte zur lokalen Düngerproduktion in Honduras unterstützen,
  • sowie Ausbildungs- und Trainingsfarmen in Kolumbien fördern, die jungen Menschen Perspektiven im Kaffeeanbau eröffnen .

Diese Projekte zeigen: Transparenz bedeutet für uns nicht nur Zahlen offenzulegen, sondern auch Verantwortung zu teilen und gemeinsam Zukunft zu gestalten.

Nachhaltigkeit im Alltag – und darüber hinaus

Auch in Berlin hat sich 2025 viel bewegt. Mit der Eröffnung unseres zweiten Cafés in Berlin-Kreuzberg ist ein neuer Ort für Austausch, Kaffeekultur und Community entstanden. Parallel dazu haben wir mit dem Ausbau unseres neuen Rösterei-Standorts begonnen – inklusive eines neuen Rösters, der künftig bis zu 70–80 % CO₂ einsparen wird .

Warum wir das alles veröffentlichen

Der Transparenzbericht ist für uns kein Marketing-Tool, sondern ein Arbeitsinstrument. Er hilft uns, Entscheidungen zu reflektieren, Entwicklungen einzuordnen und euch mitzunehmen in eine Branche, die vor großen Herausforderungen steht – aber auch viele Chancen bietet, wenn wir sie gemeinsam gestalten.

👉 Den vollständigen Transparenzbericht 2025 findet ihr hier:
www.flyingroasters.de/transparenzbericht

Wir freuen uns wie immer über Feedback, Fragen und Diskussionen – im Café, per Mail oder bei einer Tasse Kaffee.

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