Nach dem Ende des über 30 Jahre andauernden Bürgerkrieges in Guatemala entschied sich eine aus Santiago Attitlán stammende Gruppe von Ex-Guerilleros für einen Neuanfang mit einer gemeinsamen Kooperative. Damit sollten die Ideale, für die sie einst gekämpft hatten, in einem zivilen Leben weitergeführt werden. Die Organisation, die sie dafür gründeten nannten sie AMNSI – „Asociación Maya Nuevo Sembrador Integral“. Dies bedeutet in etwa: „Vereinigung der neuen organisch arbeitenden Maya-Landwirte“. Nach intensiver Diskussion entschied sich die Kooperative schließlich, sich dem Anbau von Kaffee zu widmen, denn der Atitlán-See ist eine der besten Kaffeeanbauregionen in Zentralamerika.

Mit der 1999 schließlich offiziell gegründeten Kooperative erhielten nicht nur die heute 60 Mitgliedsfamilien eine neue Lebensgrundlage, sondern es wurde zugleich auch ein Beitrag für die Unterstützung der gesamten Gemeinde geleistet. Dazu sagt Diego Tacaxoy, der derzeitige Repräsentant von AMNSI: „Mit der Idee der Gründung einer Kaffee-Kooperative beabsichtigten wir einen gerechteren Preis für alle Kaffeebauern der Region zu erzielen.“

Die Mitglieder der Kooperative bringen nach der Ernte den Kaffee in die Lagerhalle von AMNSI, wo der Kaffee nach dem schonenden Nassverarbeitungsverfahren sofort weiterverarbeitet wird. Die Bohnen werden aus den frischen Kaffeekirschen gelöst, nach Größe sortiert und gewaschen. Anschließend gären die Bohnen 48 Stunden und werden in der Sonne auf einen Feuchtigkeitsanteil von 12% getrocknet.

Über die Suche findest du weitere Berichte über die Kooperative AMNSI.

Höhe: 1.600m – 1.800m
Anbaugebiet: Atitlán See
Verarbeitung: handgepflückt, nasse Aufbereitung, sonnengetrocknet, handverlesen

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