Wir arbeiten eng mit den ProduzentInnen des Kaffees zusammen und kaufen direkt von ihnen. Dabei sind alle in Kooperativen und Genossenschaften organisiert, so dass neben stabilen Preisen auch Gesundheitsvorsorge, Weiterbildung und Finanzierung der Ernten gesichert sind. Wir gehen nicht über Zwischenhändler oder Kaffeebörsen, so dass der Preis vollumfänglich bei den ProduzentInnen ankommt.

Alle Kooperativen werden von uns regelmäßig besucht, um vor Ort über Entwicklungen und Probleme zu sprechen. Informationen über diese Kaffeereisen findest du auf unserem Blog. Darüber hinaus arbeiten wir mit vielen anderen Personen rund um das Thema Kaffee zusammen. Im Folgenden findest du eine Auswahl unserer Kooperationen und Partnerkooperativen.

Roasters United

Wir sind Teil des Netzwerks Roasters United, in dem sich elf Röstereien aus Europa zusammengeschlossen haben, die gemeinschaftlich von den produzierenden Kooperativen den Rohkaffee beziehen. Wir teilen uns jedoch nicht nur die Importe sondern auch das geballte Wissen und arbeiten auch in der Qualitätssicherung, im Wissenstransfer und bei den Kooperativenbesuchen eng zusammen.

Website: www.roastersunited.com

Mobiles Espresso Kommando, Hamburg

Mit dem M.E.K. aus Hamburg arbeiten wir eng zusammen, wenn es um Reparatur, Service und Beratung rund um Espressomaschinen und Kaffeevollautomaten geht.

Kontakt: Niko Rheinländer (mek[ät]posteo[punkt]de)

Aprolma, Honduras

Die Kooperative Aprolma (Asociacion de Productoras Libres de Marcala) wurde 2013 gegründet und hat im Moment 69 ausschließlich weibliche Mitglieder, zum großen Teil indigene Lencas. Jedes Mitglied bewirtschaftet durchschnittlich 1,5 Hektar in Mischkultur. Neben Kaffee werden andere Erzeugnisse wie Bananen, Orangen oder Yucca angepflanzt, um die Familie zu ernähren. Ziel der Kooperative ist nicht nur den allerbesten Kaffee zu produzieren, sondern ebenso die Frauen zu ermächtigen und ihnen finanziellen Erfolg und Stabilität zu bieten. Dreimal jährlich treffen sich alle Frauen, um die aktuelle Lage zu besprechen, Vorstände zu wählen oder Projekte zu planen.

In einem Land, in dem die Rechte von Frauen permanent missachtet werden und das eine der höchsten Mordrate an Frauen weltweit besitzt, kümmert sich eine Frauenkooperative insbesondere auch um gesundheitliche und soziale Belange. Wie viele Kooperativen rund um Marcala hat Aprolma eine zentrale Verarbeitungsanlage, an der die geernteten Kaffeekirschen abgeliefert und dann zusammen weiterverarbeitet werden. Wenn die Kaffeekirschen abgeliefert werden, erhalten die Frauen direkt eine erste Teilzahlung. Daher sind unsere Vorfinanzierungen so wichtig.

Höhe: 1.200m – 1.700m
Anbaugebiet: Marcala, Chinacla und San Jose
Varietäten: Catuai, Bourbon, Typica, Lempira
Website: www.facebook.com/APROLMA/

APECAP, Ecuador

Die Kooperative APECAP befindet sich im Süden Ecuadors nahe der Grenze zu Peru und wurde im Jahr 1999 gegründet. Sie hat heute 300 Mitglieder in 20 Basisgruppen, was in etwa 25 % der Kaffeebauern in der Region entspricht. Die Kooperative ist genossenschaftlich organisiert, trifft ihre Entscheidungen basisdemokratisch und wählt regelmäßig ihre Vertreter. APECAP bietet ihren Mitgliedern eine gemeinsame Verarbeitung, interne Fortbildungen, exzellente Qualitätskontrollen, Gesundheitsvorsorge und eine Kreditvergabe mittels eigener Bank.

Seit 2015 gibt es bei APECAP eine eigene Jugendgruppe innerhalb der Kooperative. Während viele der Kaffeebauern weit über 50 Jahre alt sind und in den Anbaugebieten mit Landflucht und Perspektivlosigkeit gekämpft wird, geht die APECAP einen gänzlich neuen Weg. Die eigene Jugendgruppe hat bereits 160 Mitglieder, von denen die Hälfte schon eigenständig ihren Kaffee produziert. In acht der zwanzig APECAP-Basisgruppen haben sich eigene Jugendkommitees gegründet, die jeweils einen Koordinator in den Jugendrat wählen. Die acht Koordinatoren im Jugendrat kommen jeden Monat zusammen und entsenden eine Person in den Rat der APECAP. Auf diesen ebenfalls monatlichen Versammlungen des Rats vertritt die Person die Jugendorganisation mit vollem Stimmrecht. Um mit dem Anbau zu beginnen, erhalten die Jugendlichen ein Viertel Hektar Land von ihren Eltern oder durch Zukauf, was ihnen ein Jahreszusatzeinkommen von 1500-1800 Dollar ermöglichen soll. Wie alle Mitglieder der APECAP bauen auch sie ausschließlich Biokaffee in Mischkulturen und im Schattenbaumanbau an. Der Kaffee wird separat eingelagert und über die APECAP vertrieben.

Höhe: 1.300m – 1.900m
Anbaugebiet: Zumba, Rio Mayo
Verarbeitung: Arabica, gewaschen, manuelle Ernte und Aussortierung
Website: www.facebook.com/Apecap-759228067466575/

Combrifol, Honduras

Fast alle Mitglieder von Combrifol – „Cooperativa Mixta Regional Brisas de la Frontera Limitada“ – sind indigene Lencas. Viele der Kaffeeproduzenten leben in Nahuaterique, dem Grenzgebiet zu El Salvador, eine arme und infrastrukturell vernachlässigte Region. Dieses Gebiet hat eine ganz besondere Geschichte, unter der die Einwohner bis heute leiden: Ursprünglich gehörte es zu El Salvador und wurde 1992 mit einem Urteil des Internationalen Gerichtshofes Honduras zugeschlagen. Es entstand eine Region, für die sich der honduranische Staat nicht wirklich zuständig fühlte und die ohnehin nach langen Jahren des Bürgerkrieges kaum noch funktionierende Infrastruktur hatte. So ist z.B. die Wasser- und Stromversorgung unzureichend und auch ein Schulbesuch für die Kinder ist nicht immer gesichert.

Im Durchschnitt bewirtschaften die Mitglieder 1 bis 4 Hektar mit Kaffee und auf weiteren Flächen wachsen Mais, Bohnen und Obst. Von der Kooperative werden viele Workshops und Fortbildungen angeboten – im sozialen Bereich, aber auch zu Bio-Anbau und Landwirtschaft. Seit 2016 arbeiten wir mit Combrifol zusammen und versuchen gemeinsam jährlich die Qualität des Kaffees zu verbessern.

Höhe: 1.200m – 1.900m
Anbaugebiet: Nahuaterique, Marcala, Yarula and Santa Elena
Varietäten: Catuai, Bourbon, Typica, Lempira, Pache
Website: www.combrifol.blogspot.de/

ACRIM, Ecuador

Die genossenschaftliche Kooperative ACRIM befindet sich im Süden Ecuadors nahe der Grenze zu Peru und wurde im Jahr 2002 gegründet. Zunächst hatten die Mitglieder zusammen mit APECAP aus Palanda gearbeitet, aufgrund der zu großen geografischen Distanz aber beschlossen, eine zweite Kooperative zu gründen. Derzeit sind bei ACRIM 280 Mitglieder assoziiert, die durchschnittlich 1,5 Hektar Kaffeefelder besitzen und hier in Mischkultur Kaffee, Bananen und Orangen anbauen. Ab 2015 werden bei den ACRIM-Mitgliedern alle Flächen bio-zertifiziert sein.

Im Gebäude der ACRIM in Zumba findet nicht nur die Qualitätskontrolle und Weiterverarbeitung (wie die mechanische Trocknung) statt, sondern auch Fortbildungen und Lehrgänge werden für die Mitglieder angeboten. Da die ACRIM eine Genossenschaft ist, erhalten die Mitglieder automatisch eine Gesundheitsvorsorge für sich und ihre Familien, denn diese ist für Genossenschaften in Ecuador vorgeschrieben.

Die Kooperative hat eine herausragende Qualitätskontrolle geschaffen. Sie haben einen eigenen Cupper, der alle Lieferungen am gleichen Tag cuppt und Punkte für die Qualität vergibt. Wenn die ProduzentInnen ihren Kaffee morgens abgeben, erhalten sie sofort den Grundpreis von 1,80 $ pro libra (ca. 500g). Für 1kg ungeschälten Kaffee (in Pergamino) erhalten sie folglich 3,60 $ . Für alle Kaffees, die in der Qualitätskontrolle einen score/Punkte von über 84 erreichen erhalten die Bauern einen Bonus von 0,10 Dollar Prämie pro libra. Der Cupper ist damit zur Erntezeit gut beschäftigt und cuppt 20 Samples am Tag.

Höhe: 1.300m – 1.900m
Anbaugebiet: Zumba, Rio Mayo
Verarbeitung: Arabica, gewaschen, manuelle Ernte und Aussortierung
Website: www.fapecafes.org.ec

Fondo Paez, Kolumbien

Im Westen Kolumbiens gelegen findet sich im Valle del Cauca eine der besten Kaffeeregionen des Landes und die Kooperative Fondo Paez, die 1992 gegründet wurde. Die Paez, die sich selbst auch Nasa, oder "das Volk" nennen, ist die größte indigene Gruppe Kolumbiens. Fondo Paez wurde mit dem Ziel gegründet indigene Kultur und traditionelles landwirtschaftliches Wissen nach vielen Jahren der Unterdrückung wieder zu beleben und zu erhalten.

Haupteinkommensquelle in dieser Region ist nach wie vor der Kaffee. Fondo Paez gründete deswegen eine Reihe lokaler Kaffee-Kooperativen, um dauerhafte Einkommen für ihre Mitglieder zu sichern. Ihre Organisationsstrukturen wurden stabiler und im Jahr 2000 konnten Sie mit der Vermarktung von Kaffee durch das Spezialitätenkaffee-Programm des kolumbianischen Kaffeeverbandes beginnen. Heute ist Fondo Paez eine Konstante im fairen Handel und für demokratische Strukturen vor Ort. Die Qualitätskontrolle der Kooperative ist eine Kunst für sich und folgt einem genauen Plan: Jedes Mitglied wird vor der Ernte besucht und es werden Hinweise zum Umgang mit den Pflanzen, der Ernte und Verarbeitung gegeben. Die Mitglieder von Fondo Paez haben eine eigene Vision nachhaltigen Lebens für ihre Gemeinschaften entwickelt. Die Vision ist an sich schon bemerkenswert, ganz besonders aber im Kontext von Globalisierung, der Unterdrückung indigener Gemeinschaften und im Zusammenhang der kolumbianischen politischen Entwicklung.

Höhe: 1.300m – 1.900m
Anbaugebiet: Cauca
Verarbeitung: Arabica, gewaschen, manuelle Ernte und Aussortierung
Website: www.fcolombianuestra.blogspot.de

Rukullakta, Ecuador

Rukullakta – „altes Volk“ – liegt im Amazonasbecken von Ecuador in der Nähe von Tena. Hier hat sich 2006 die Organisation der „Pueblo Kichwa de Rukullakta“ (PKR) aus 17 indigenen Gemeinden formiert, die ihre Produkte nun kooperativ und direkt verkaufen. Gemeinsam fördern sie den Anbau und die Produktion von hochwertigem gewaschenem Qualitätskaffee, achten dabei auf die Einhaltung ökologischer Kriterien und bewirtschaften ihre Felder im Einklang mit der Natur nach dem Chakra-Prinzip. In Rukullakta gibt es hervorragend ausgestattete Produktionsanlagen, in denen der Kaffee gewaschen, von Hand sortiert und in 6 Zelten getrocknet wird. Letztere braucht es hier auch, denn es regnet jeden Tag. Wir finanzieren diesen Kaffee im April eines jeden Jahres mit 60% vor.

Vorangetrieben wird das Engagement im Robustaanbau vom derzeitigen Amts- und Würdenträger, Augusto Salazar. Die „Pueblo Kichwa de Rukullakta“ beziehen sich sehr kämpferisch auf ihr kulturelles Erbe und haben beispielsweise den zweisprachigen Unterricht an Schulen durchgesetzt (Kichwa und Spanisch). Wir werden versuchen in den nächsten Jahren Schritt für Schritt die Beziehung zu Rukullakta zu vertiefen. Doch das braucht Zeit, was aber nicht verwunderlich ist, wenn man die jahrhundertealte Geschichte kolonialer Ausbeutung betrachtet.

Höhe: 500m
Anbaugebiet: Napo-Region, Amazonas
Verarbeitung: Robusta, gewaschen, manuelle Ernte und Aussortierung

Taramesa, Äthiopien

Die Kooperative Taramesa befindet sich in der Region Sidama, rund 300 km südlich der Hauptstadt Addis Abeba. Sie ist mit 2330 Personen sehr mitgliederstark, jedoch bewirtschaftet eine Person durchschnittlich nur eine Fläche von 0,5 Hektar. Im Jahr 2014 hat die Kooperative drei Container Rohkaffee produziert und im Jahr 2015 bereits sechs. Die ProduzentInnen erhalten aktuell 12 Äthiopische Birr für ein Pfund roter Kaffeekirschen, im Jahr 2008 waren es 4 Birr.

Die Kooperative ist Teil des Verbunds SCFCU (Sidama Coffee Farmers Cooperative Union) – kurz Sidama Union. Da in Äthiopien der Kaffeehandel sehr verstaatlicht ist, ist es für uns nur möglich mittels der Sidama Union Verträge mit den Kooperativen abzuschließen. Die Sidama Union zeichnet sich dadurch aus, dass sie sehr transparent arbeitet und die Kooperativen technisch und finanziell unterstützt.

Höhe: 1.800 – 1.900m
Anbaugebiet: District of Shebedino, Sidama
Verarbeitung: Arabica, natural, sonnengetrocknet, manuelle Ernte und Aussortierung
Website: www.sidamacoffee.com/

AMNSI, Guatemala

Nach dem Ende des über 30 Jahre andauernden Bürgerkrieges in Guatemala entschied sich eine aus Santiago Attitlán stammende Gruppe von Ex-Guerilleros für einen Neuanfang mit einer gemeinsamen Kooperative. Damit sollten die Ideale, für die sie einst gekämpft hatten, in einem zivilen Leben weitergeführt werden. Die Organisation, die sie dafür gründeten nannten sie AMNSI – „Asociación Maya Nuevo Sembrador Integral“. Dies bedeutet in etwa: „Vereinigung der neuen organisch arbeitenden Maya-Landwirte“. Nach intensiver Diskussion entschied sich die Kooperative schließlich, sich dem Anbau von Kaffee zu widmen, denn der Atitlán-See ist eine der besten Kaffeeanbauregionen in Zentralamerika.

Mit der 1999 schließlich offiziell gegründeten Kooperative erhielten nicht nur die heute 60 Mitgliedsfamilien eine neue Lebensgrundlage, sondern es wurde zugleich auch ein Beitrag für die Unterstützung der gesamten Gemeinde geleistet. Dazu sagt Diego Tacaxoy, der derzeitige Repräsentant von AMNSI: „Mit der Idee der Gründung einer Kaffee-Kooperative beabsichtigten wir einen gerechteren Preis für alle Kaffeebauern der Region zu erzielen.“

Die Mitglieder der Kooperative bringen nach der Ernte den Kaffee in die Lagerhalle von AMNSI, wo der Kaffee nach dem schonenden Nassverarbeitungsverfahren sofort weiterverarbeitet wird. Die Bohnen werden aus den frischen Kaffeekirschen gelöst, nach Größe sortiert und gewaschen. Anschließend gären die Bohnen 48 Stunden und werden in der Sonne auf einen Feuchtigkeitsanteil von 12% getrocknet.

Höhe: 1.600m – 1.800m
Anbaugebiet: Atitlán See
Verarbeitung: handgepflückt, nasse Aufbereitung, sonnengetrocknet, handverlesen

COMSA, Honduras

Die Organisation „Café Orgánico Marcala S.A.“ (COMSA) wurde am 13. Dezember 2001 als kleinbäuerliche Gesellschaft gegründet. Zurzeit sind 614 Mitglieder bei COMSA registriert, darunter 164 Frauen und 450 Männer. Die Mehrzahl der Mitglieder gehört zur indigenen Gruppe der Lenca. COMSA ist keine Kooperative im herkömmlichen Sinne, sondern eine demokratische Aktiengesellschaft. Alle Mitglieder müssen die für die Fairtrade- und Bio-Zertifizierung erforderlichen Kriterien erfüllen und mindestens über eine COMSA-Aktie á 100 lempiras - entspricht etwa 4 Euro – verfügen. Unabhängig vom Aktienanteil hat aber jedes Mitglied nur eine Stimme, so dass COMSA de facto wie eine Kooperative funktioniert.

Aktuell vermarktet COMSA 2.700 Tonnen Rohkaffee, die ein Tassenprofil mit folgendem einzigartigen Charakter haben: zitrus-florale Säure und Duft, Geschmack nach Pfirsich und wilden Brombeeren. Zur Verarbeitung dieses Produktionsvolumens verfügt COMSA über eigene Einrichtungen für die Nassverarbeitung und Trocknung. Der Kaffee ist in Honduras und Europa biozertifiziert und wird dementsprechend sorgfältig angebaut.

Die Kooperative ist führend in ihrer Entwicklung organisch-biologischer Landwirtschaft und führt beispielsweise Studien zur Kohlenstoffbindung durch und entwickelt neue Wege der Trocknung des geernteten Kaffees. Letzteres ist ein anspruchsvolles Thema in einer Region mit starken Regenfällen und ein kritischer Prozess für die Qualität des Kaffees. COMSA ist darüber hinaus Vorreiter in Fragen von Abwasserrecycling und Kompostierung.

Höchstes konstitutives Organ ist die gut besuchte, jährlich stattfindende allgemeine Vollversammlung. Zur Zeit gibt es bei COMSA folgende MitarbeiterInnen in Vollzeit: Geschäftsführer, Verwalter, Assistent des Verwalters, Leiter der Trocken- und Exportverarbeitungsanlage, Leiter der Produktion und Zertifizierung, interne Inspektoren, Verantwortliche für den Empfang und das Wiegen des Kaffee, Lagerhalter und Techniker für Maschinen und Verarbeitungsprozess.

Höhe: 1.300m – 1.700m
Anbaugebiet: Marcala, La Paz
Verarbeitung: Arabica, natural, sonnengetrocknet, manuelle Ernte und Aussortierung
Website: www.comsa.hn

Permata Gayo, Sumatra

Die Geschichte von Permata Gayo im Norden Sumatras begann im Jahr 2006 mitten in der Zeit nach dem Tsunami 2004 und nach dem Friedensabkommen von Helsinki 2005 zwischen der Regierung Indonesiens und der Bewegung „Freies Aceh“ (Provinz Aceh).

Die Kooperative begann als eine Gruppe von 50 Gründungsmitgliedern und hat heute etwa 2000 Mitglieder in 36 verschiedenen Dörfern, die sich in der Region Bener Meriah befinden. Permata Gayo ist eine der wenigen Kooperativen in Sumatra, die konsequent demokratische Entscheidungsstrukturen anstreben und gegen Korruption vorgehen. Die Qualitätskontrolle verbessert sich von Jahr zu Jahr und es wurden eine Baumschule, Kompostanlagen und verbesserte Verarbeitungsanlagen installiert. Für die „mageren Monate“ zwischen den Ernten stellt die Kooperative ein Ernährungsprogramm bereit, um genügend Geld für die Mitglieder zur Verfügung zu stellen.

Höhe: 1.200m – 1.600m
Anbaugebiet: Gayo Highland Region – Bener Meriah
Verarbeitung: Arabica, washed, manuelle Ernte und Aussortierung
Website: www.pgc-roaster.web.id

APPAECE, Guatemala

Die „Asociacion de Pequeños Productores Entre Cerros“ (APPAECE) liegt in der Region San Marcos und hat 26 Mitglieder, die jeweils kleine Flächen bewirtschaften. Hier wird erfolgreich nachhaltiger Kaffeeanbau betrieben, um das umliegende Ökosystem zu erhalten und zu schützen. Tropische Temperaturen und die Mischung aus vulkanischem und tonhaltigem Boden haben einen positiven Einfluss auf den Charakter des Kaffees, der die höchste Qualitätsstufe für Arabicas erreicht.

Höhe: 1.750m
Anbaugebiet: Aldea Barranca Grande
Verarbeitung: Arabica, washed, manuelle Ernte und Aussortierung
Website: www.appaece.galeon.com

Cenfrocafe, Peru

Die Kooperative Cenfrocafe wurde 2005 gegründet und befindet sich im Norden Perus, nicht weit entfernt von der ecuadorianischen Grenze. Mit Unterstützung befreundeter Kooperativen war es das Ziel in dieser unwegsamen Region, rund um die Stadt Jaén, eine Basis für die vielen kleinen KaffeeproduzentInnen zu bieten. Mittlerweile hat die Kooperative 2.500 Mitglieder. Im Jahr 2010 hat die Kooperative ein breites Programm zur Qualitätsverbesserung aufgelegt: Es wurden Workshops angeboten, technische und landwirtschaftliche Berater ausgebildet. Heute ist Cenfrocafe führend, was den organischen Kaffeeanbau mit hohen Qualitäten betrifft.

Höhe: 1.600m – 2.000m
Anbaugebiet: Jaén, Cajamarca
Verarbeitung: Arabica, washed, manuelle Ernte und Aussortierung
Website: www.cenfrocafe.com.pe